Novellino

Novellino

Renaissancenovellen aus Neapel und dem Süden Italiens

Aus dem Italienischen von Hanns Floerke. Mit einem Nachwort von Alice Vollenweider. und einer Einleitung von Gianni Celati. Neu durchgesehen von Maja Pflug.

WAT [384]. 29.8.2000
240 Seiten. Broschiert
11,90 €
ISBN 978-3-8031-2384-8
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Masuccio, der »neapolitanische Bocaccio« ist, so der große Romanist Erich Auerbach, das »bedeutendste novellistische Talent gegen Ende des italienischen Quattrocento ..., ein unübertrefflicher Psychologe des Perversen«.

Masuccios Verachtung der Kleriker und seine Liebe zum Absurden kommen aus der gleichen Wurzel – der gelassenen, wenngleich höhnischen Heiterkeit über die Schwächen der menschlichen Natur: Wenn etwa der Mönch beim überstürzten Abgang die Hosen verliert und sie zur Reliquie erklären muss, um sie wiederzuerlangen. Oder die beiden Freunde, die eine derartige Liebesunordnung anstiften, »dass nur die Kinder sich unter ihren Müttern auskannten«.
Masuccios Novellen sind zugleich ein frühes Portrait der gesellschaftlichen und politischen Kultur des italienischen Südens.

Masuccio

Masuccio

Masuccio (»der kleine Thomas«), 1420 in Salerno geboren, arbeitete zunächst am aragonesischen Hof von Neapel und später als Sekretär des Fürsten von Salerno, wo er etwa 1475/76 starb. »Il novellino«, sein Hauptwerk, erschien zuerst 1476 in Neapel.

»Nach Boccaccio ist Masuccio der letzte Novellist, dessen Sprache noch den Geschmack und Reichtum der mündlichen Überlieferung hat.« Gianni Celati
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